Waldheim´s Ansichten
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...von oder über ehemalige Gefangene

Das Waldheimer Urteil


Autor: Walter Schumann

Erscheinungsjahr: Juli 1954

Erläuterung

Dies ist ein Zeitdokument in Reimen über die Waldheimer Prozesse, die sich der Autor in seiner Haft ausgedacht und nach seiner Entlassung auf Blättern mit Schreibmaschine für die Nachwelt hinterlassen hat. Der Autor scheint keinen Verleger gefunden zu haben, denn die Schreibmaschinenseiten wurden gebunden und mit einer Hartpappe plus Aufdruck versehen.

Unschuldig in den Todeslagern des NKWD


Benno Prieß, geboren am 29. Mai 1928 in Bützow/Mecklenburg, schildert seine Hafterlebnisse von 1946 bis 1954 stellvertretend für die vielen Jugendlichen, die in diesen Lagern sterben mußten.
Von 200 000 verhafteten Menschen der ehemaligen DDR (Deutsche Demokratische Republik) kam jeder Zweite ums Leben,ein sehr großer Teil Jugendliche unter 18 Jahren.
Ein erschütternder Bericht der Todeslager Torgau, Bautzen, Sachsenhausen und Waldheim unter kommunistisch- stalinistischer Gewaltherrschaft.

2. Auflage 1991

Zuchthaus Waldheim 1933 bis 1945


Dies ist ein Buch vom Dietz Verlag Berlin, 1988 herausgegeben und geschrieben im DDR- typischen Stil antifaschistischer Kampf von Martin Habicht.

Erläuterung
Zitat vom Buchrücken:

Das Zuchthaus Waldheim war während der faschistischen Barbarei eine der größten Strafvollzugsanstalten Deutschlands. Hier mußten neben Kriminellen auch viele politische Gegner des Naziregimes Haftstrafen verbüßen. Trotz Einzelhaft schlechter Ernährung und verschärfter Ausbeutung ihrer Arbeitskraft gaben die politischen Gefangenen ihre antifaschistische Überzeugung nicht auf. Gegenseitige Solidarität, politische Diskussionen und die Herstellung von illegalen Verbindungen trugen dazu bei, den Widerstandswillen zu stärken und die menschliche Selbstachtung nicht zu verlieren.

Leben wo gestorben wird


Von einer Autorin, die elf Jahre hinter Hitlers Zuchthausmauern nicht vegetiert, sondern gewacht, gedacht, gehandelt, gelitten und gesiegt- also gelebt hat.
Von einer Autorin aber auch, die dieses Vierteljahrhundert bewußt, kämpfend mitgestaltet hat. Was sie schreibt, ist damals und ist heute: Es ist Hella Lindau, die Heldin des Romans, damals und Eva Lippold heute. Und gerade das Einfließen heutiger Erkenntnisse heutiger Sicht in damaligen Geschehen, der von Nachdenken in Handlung und von Handlung in Nachdenken immerwährend hinüber- und herübergleitende Stil packt den Leser von der ersten Seite und entläßt ihn nach der letzten mit dem Wunsch, mehr von Hella Lindau und Eva Lippold zu erfahren.
Dies ist nicht schlechthin das "Erinnerungsbuch" einer schönen, lebenslustigen Kommunistin, der die braune Barbarei die Jugend stahl, das ist es auch; es ist auch ein psychologisch feinnerviger Bericht über den ihr jahrelang aufgezwungenen Umgang mit Mörderinnen, Prostituierten, Diebinnen, mit Wärteinnen und Gefängnisbeamten, nazistischen und solchen, die es nicht gewesen sein wollen. Vor allem aber sind Eva Lippolds Bücher kluge Bücher, voller Lebensweisheit.

Zitat von Harald Hauser, Buchverlag Der Morgen 1974,
1. Auflage

Sibirien liegt in Deutschland





Stellvertretend zugleich für seine ungezählten Leidensgenossen, schildert der Verfasser die vielen Stationen dieses Schreckens von der Verhaftung über die lautlose Methode des "Dahinwelkens" in den Lagern, den Wechsel der Kerkermeister, die berüchtigten Waldheimer Prozesse bis zur glücklichen Entlassung, die nur allzu viele der Häftlinge allerdings nicht mehr erlebten.

Herausgeber: arani Verlags-GmbH, 1958,
Autor: Hagen Volker


Zwischen Waldheim und Workuta





Enthält 45 Erlebnisberichte von Männer und Frauen die Opfer stalinistischer Gewalt worden.

Zusammengetragen von Sigurd Binski, herausgegeben von der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V., 1967.

Mein schmerzliches Land


Herausgeber

Oberbaumverlag, Verlag für Literatur und PolitikGmbH, Berlin; 1978

Autor

Siegfried Heinrichs

Zeichnungen

Sieghard Pohl

Erläuterung

Siegfried Heinrich und Sieghard Pohl verarbeiten in Gedichten und Zeichnungen ihre Erlebnisse mit der DDR und dem Zuchthaus Waldheim. Sehr ergreifend.

Politik und Justitz in der DDR


Herausgeber

Verlag Wissenschaft und Politik Berend von Nottbeck, Köln 1979

Autor

Karl Wilhelm Fricke

Erläuterung

Wissentschaftliche Ausseinandersetzung mit Strafverfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR. Hier wird auch sehr genau auf die Waldheimer Prozesse eingegangen.

Warten auf Antwort- Ein deutsches Schicksal



Margret Bechler war die Frau des deutschen Majors Bernhard Bechler. In Stalingrad gefangengenommen, schloß er sich dem Nationalkomitee Freies Deutschland an. Seine Frau, aufgefordert, sich scheiden zu lassen, hielt zu ihm und wurde von den Nazis verfemt. Nach Kriegsende wirft man ihr vor, die Hinrichtung eines Untergrundkämpfers mitverschuldet zu haben. Sie wird verhaftet, wandert durch Zuchthäuser und Lager, wird zum Tode verurteilt, erst 1956 begnadigt. Ihr Buch ist ein packendes und glaubwürdiges Dokument unserer Zeit, sachlich und ohne Haß geschrieben. Besser als in einem Geschichtsbuch werden hier die Probleme und Verwirrungen offenbar, in die Menschen durch den Krieg und die Kriegsfolgen geraten können.

Margot Bechler saß vom Februar 1950 bis März 1954 im Zuchthaus Waldheim.

Als Gefangene in Bautzen, Waldheim, Hoheneck




Dieses Buch handelt von Brunhilde Bruscha, die ihre Erlebnisse von der Verhaftung 1946 bis 2005 schildert. Sie war ebenfalls in Waldheim inhaftiert und gehörte zu den 3544 Gefangenen die in Waldheim verurteilt worden sind.

Verlag der Leutelt-Gesellschaft e.V., 2005

Lebenslänglich- Freiheit verloren. Recht verloren.


Herausgegeben von der Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Erschienen im Oktober 2005

Autor:
Helmut Pfeiffer

Erläuterung:


Wieder ein erschütternder Lebensbericht. Unter anderem saß er seine Haftstrafe in Waldheim ab. Er wurde nach der Wende vollständig rehabilitiert.