Serpentinstein

Bereits 1624 lässt Kurfürst Johann Georg I. am Breitenberg in Waldheim Serpentinstein abbauen. Zur Aufsicht wird am 12.02.1624 Hans Börner aus Zöblitz bestellt. Die Serpentinsteinblöcke werden nach Rochlitz in die kurfürstliche Niederlage gebracht, um von dort als Rochlitzer Marmor weiter verkauft zu werden. Aus diesem Material werden u.a. Serpentinsteingefäße und -geräte angefertigt und dem Hofe zum Kauf angeboten. Da der Stein zu hart ist, wird der Abbau 1632 eingestellt. Im Dezember 1836 wird ein Serpentinstein- Aktienverein gegründet, dessen Vorsitzender Albert Fallou ist. Eine Aktie kostet 2 Taler. Fallou untersucht 1838 das Waldheimer Serpentinsteinlager und versucht mit Herrn A. H. A. Bergmann das Serpentin abzubauen., es zu schleifen und zu polieren. Es scheint nicht zu gelingen. die Arbeiten werden wieder eingestellt. 1852 versucht der Kaufmann A. H. A. Bergmann erneut in Gemeinschaft mit den Steinmetzen l. Flöricke aus Geyer den Waldheimer Serpentin durch Verarbeitung zu Grabsteinen und anderen Gebrauchsgegenständen nutzbar zu machen. Doch es gelingt wieder nicht. 1858 erwirbt Aktuar Gottschald von der Stadt Waldheim die Rechte für den Abbau der hiesigen Vorräte auf Waldheimer Flur, welcher er aber im September 1864 zurück gab ohne abzubauen. Vom 01.01.1865 bis zum 31.12.1874 pachtet der Bergingenieur Adolph Christoph Osius aus Freiberg den Serpentinsteinbruch am Wachberg. Im Juni 1865 beginnt er den Abbau und lässt im Gefängnis verschiedene Dinge herstellen. Am 01.02.1867 gründet Robert Naumann die Serpentinsteinwarenfabrik R. Naumann und stellt Schreibzeuge, Vasen, Wärmsteine, Briefbeschwerer, Ascheurnen, Grabdenkmäler und vieles mehr her.

Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 22 vom 04.06.1927

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